Theorie der Pfeile und Pfeilkunde





Ein Pfeil besteht aus drei Hauptbestandteilen. Dem Schaft, der Spitze und den Federn.

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Der Schaft besteht aus Holz. (Wolliger Schneeball, Esche, Lawsons Scheinzypresse, Riesen-Lebensbaum, Fichte und Kiefer). Er kann aber auch aus modernen Materialien, wie Aluminium, Carbonat oder Fieberglas bestehen. Die Länge kann sehr unterschiedlich sein, sie richtet sich nach der Auszugslänge des Schützen. Die Auszugslänge ist die Länge die ein Schütze den Bogen spannt.

Da die meisten Schäfte nicht gerade sind, muss man sie unter Wärmeeinwirkung richten. Wichtig für einen guten Pfeilflug ist die Spine des Pfeils. (die Durchbiegung)
Jeder Pfeil biegt sich beim Abschuss, stabilisiert sich aber kurz darauf wieder. Ist der Pfeilschaft zu hart oder zu weich wird der Pfeil bis zum Aufschlag „trudeln“.
Dadurch verliert er unnötig viel Geschwindigkeit und wird sehr ungenau. Um ein gutes Schußergebnis z u erzielen muss der Pfeil zum Bogen passen. Hat man den passenden Schaft gefunden kann man ihn noch Optimieren indem man ihn tapert, das heißt, man verjüngt ihn im vorderen oder hinterem drittel, gegebenenfalls kann man ihn auch an beiden Enden verjüngen. (durch das Tapern erreicht man eine höhere Pfeilgeschwindigkeit, verliert aber an Durchschlagskraft)

Für die Befiederung verwendet man die Federn von Greifvögeln, Schwänen, Gänsen und Truthähnen. Moderne Befiederung bestehen aus Kunststoff (Spin Wing, Flex Fletch) Die Befiederung ist einzig und allein für die Stabilisierung des Pfeils zuständig. Man klebt sie auf den hinteren Pfeilschaft (ca. 1,5 Zoll vom Pfeilende) und fixiert sie dann mit einem dünnen Faden. Früher wurde zum kleben Birkenpech verwendet. Ein bis sechs Federn, je nach Verwendungszweck, kann man am Pfeil befestigen. (wenn man nur eine Feder verwendet muss man sie um den Pfeilschaft wickeln) Naturfedern kann man gerade kleben da sie durch ihre Struktur dem Pfeil einen natürlichen Drall geben, Kunstfedern sollte man etwas schräg kleben.

Man kerbt den Pfeil ca. 10 bis 12 mm am Pfeilende ein, damit er auf der Sehne halt findet.