Eine kleine Einführung in die Kunst des Bogenschießens

 

 


Der Bogen ist die älteste Fernwaffe, die Menschen kennen.
Er wurde früher aus einem Stück Holz gefertigt,
heute zum Teil auch noch, aber es haben sich an den „modernen Bögen“ auch noch  andere Materialien eingefunden. Die typischen Bogenhölzer sind Eibe, Ulme, Ahorn, Robinie, Osage und Bambus. 
Bögen lassen sich in zwei Klassen einteilen, in Reflexe und deflexe. Bei einem deflexen Bogen (ausgehend vom Griffstück) biegen sich die Wurfarme zum Schützen, bei einem reflexen Bogen vom Schützen weg. 


Jeder Bogen hat bestimmte „Einzelteile“ das Griffstück (Mittelteil) die Wurfarme und die Sehne. An den Wurfarmenden können Tips angebracht sein, die das einschneiden der Sehne in den Wurfarm verhindern sollen. Diese bestehen zumeißt aus Horn, Knochen oder Hartholz.

Die Außenseite eines Bogens nennt man Bogenrücken, die Innenseite Bogenbauch.
Der klassische Bogenquerschnitt eines Langbogens ist das D Profil, das heißt, flacher Bogenrücken und runder Bogenbauch

Folgende Bögen gibt es im Überblick:
* Langbogen
* Elbenbogen
* Reitbogen
* Jagdbogen

Der Langbogen wird von uns im  Camp benutzt und gehört mit zu den ältesten seiner Art, er wurde auch  als eine der todbringesten Waffen im Mittelalter  gehalten.
Dazu eine kleine  Tatsache und eine kleine Legende:
Die englischen Kriegsbögen hatten eine Zugkraft von bis zu 150 lbs (englische Pfund) und erreichten eine Geschwindigkeit von ca. 140-150 fps (feet per second). Die Pfeile durchschlugen 2,5 cm dicke Eichenbohlen.
So berichtet Gerald de Barri von der Schlacht um das Abergavenny Castle 1182, bei der zwei flüchtende Soldaten von walisischen Bogenschützen beschossen wurden, dass deren Pfeile das 10 cm dicke Schlosstor aus massiver Eiche soweit durchdrangen, dass die Pfeilspitzen auf der anderen Seite herausragten.